Qompakt

3 „Hier werden wir zu Begleiter:innen, zu Sparringspartner:innen. Beratung findet auf Augenhöhe statt.“ Thomas Elzenbaumer, Leiter des Privat- und Geschäftskundenbereichs der RLB Tirol 2 2. Bankstellenleiterin Sonja Weitzer und ihr Team freuen sich auf alle Besucher:innen in der neuen Bankstelle DAS RAIQA. 3. Floormanager:innen mit Herz, die alle Gäste in den Beratungswelten gerne empfangen: Andrea Abentung und Michael Sparber. „Man soll hier nicht nur etwas erledigen, sondern gerne hereinkommen.“ Sonja Weitzer, Leiterin der Bankstelle im RAIQA Innsbruck Wen wollt ihr mit der Bankstelle ansprechen? Sonja Weitzer: Ganz bewusst alle. Die klassischen Zuschreibungen funktionieren ohnehin immer weniger: Es gibt junge Menschen, die sehr bewusst persönliche Beratung suchen, und ältere, die digital ausgesprochen fit sind. Deshalb geht es für uns weniger um Zielgruppen als um Offenheit, Wahlmöglichkeiten und das Gefühl, dass jede und jeder hier den passenden Zugang findet. Was ist an diesem Standort anders als an einer klassischen Bankstelle? Thomas Elzenbaumer: Vor allem das Zusammenspiel. Bank, Aufenthaltsqualität, Kunst und offener Raum greifen hier ineinander. Diese Verbindung aus Service und Atmosphäre ist einzigartig. Sie zeigt, dass eine Bankstelle heute viel stärker Teil des öffentlichen Lebens sein kann – weniger abgeschottet, mehr im Alltag der Menschen verankert. Welche Rolle spielt das Beratungs-Team dabei? Sonja Weitzer: Eine ganz zentrale. Räume allein schaffen noch keine Atmosphäre. Entscheidend ist, wie Menschen empfangen werden. Ein freundlicher Blick, ein Gruß, das Gefühl, wahrgenommen zu werden – oft sind es genau diese kleinen Gesten, die den Unterschied machen. Wir wollen als Team dazu beitragen, dass dieser Ort nicht nur gut gestaltet ist, sondern auch wirklich lebt. Wie verändert sich Bankberatung grundsätzlich? Thomas Elzenbaumer: Kundinnen und Kunden kommen heute oft sehr gut informiert zu uns. Sie haben sich eingelesen, haben Fragen, haben Meinungen und oft schon sehr konkrete Vorstellungen. Deshalb geht es immer weniger darum, fertige Antworten zu liefern. Vielmehr werden wir zu Begleiter:innen, zu Sparringspartner:innen. Beratung findet auf Augenhöhe statt. Was heißt das konkret? Thomas Elzenbaumer: Dass es nicht mehr dieses klassische Bild gibt: Hier die Expert:innen, dort die Kund:innen. Vielmehr kommen Menschen heute mit Wissen und möchten Einordnung, Rückmeldung und einen vertrauenswürdigen Blick von außen. Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit ihnen Lösungen zu entwickeln, die zu ihrer jeweiligen Situation passen. Beratung ist individueller geworden – und in vielerlei Hinsicht auch anspruchsvoller. Ist Vertrauen damit vielleicht sogar wichtiger als früher? Sonja Weitzer: Davon bin ich überzeugt. Gerade weil so vieles schneller, komplexer und unübersichtlicher geworden ist. Vertrauen entsteht nicht durch Technik, sondern im persönlichen Kontakt. Wenn es um langfristige Entscheidungen geht – etwa um Finanzierung oder Vermögensaufbau –, dann suchen Menschen einen Partner, auf den sie sich verlassen können.|

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