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15 14 RUBRIKNAME – 2026 2026 – NACHHALTIGKEIT 1. Nachhaltigkeitsmanager Martin Stolz und Bauprojektleiter Florian Flunger-Lang stehen für die Nachhaltigkeit im RAIQA. 2. Nachhaltigkeit und Ressourcenmanagement zeichnen auch das Heizen und Kühlen im RAIQA aus: Hier kommt das Verfahren der thermischen Grundwassernutzung zum Einsatz. Raum für nachhaltige Zukunft Florian Flunger-Lang, Bauprojektteam des RAIQA, und Martin Stolz, Nachhaltigkeitsmanager der Raiffeisen-Landesbank Tirol, berichten im Interview, wie das RAIQA ökologische Bau- weisen mit sozialem Mehrwert vereint. Nachhaltigkeit ist heute ein so viel genutzter Begriff: Woran erkennt man am RAIQA, dass modernes, urbanes Bauen und echte ökologische sowie soziale Verantwortung kein Widerspruch sein müssen? Florian Flunger-Lang: Wir haben im Gebäude ganz viele Facetten von Nachhaltigkeit abgedeckt: sei es die Auswahl von ökologischen Baustoffen, der Erhalt bestehender Bausubstanz, ein wertstofforientierter Rückbau oder der Einsatz erneuerbarer Energien statt Gas oder Öl. Gleichzeitig schaffen wir durch Begrünung, Beschattung und attraktive Aufenthaltsflächen einen gesellschaftlichen Mehrwert. Welcher Nachhaltigkeitsaspekt ist eurer Meinung nach der mutigste, den man im RAIQA umgesetzt hat? Martin Stolz: Mir fallen dazu zwei Dinge ein. Zum einen haben wir die alte Struktur beibehalten. Dieser Schritt war nicht der wirtschaftlichste, aber das alte Tragwerk zu erhalten, hat viel CO2 gespart. Zum anderen ist der Shop-Mix für mich ein Highlight. Hier hat man sich bewusst für die Ansiedlung größtenteils regionaler Geschäfte entschieden. Florian Flunger-Lang: Ich glaube, das Mutigste ist, sich das überhaupt zu trauen. Nicht einfach einen Kubus zu bauen und sich wieder anzusiedeln, sondern einen ganz anderen Weg zu wählen. Indem Bestehendes erhalten, allgemein zugängliche Flächen geschaffen und konsequent auf den Einsatz von ökologischen Materialien geachtet wurde. Hätten wir diesen Mut nicht gehabt, wäre dieses Projekt nicht in dieser Form entstanden. Nachhaltigkeit bedeutet im Hinblick auf das RAIQA auch die Verbesserung des Stadtklimas durch Begrünung und Beschattung. Wie bereichert das Quartier das Leben der Innsbrucker:innen noch? Martin Stolz: Gesellschaftlich betrachtet ist die Wiedereröffnung des Weges in die Stadt durch die Passage ein für alle spürbarer Mehrwert. Früher hat man sich beim Durchgehen durch die Passage nicht wohlgefühlt. Nun ist es ein sicherer, belebter und angenehmer Spaziergang ins Zentrum. Das Gebäude wirkt zudem temperaturregulierend und Wind- strömungen werden kanalisiert sowie reduziert. Außerdem ist der Platz vor dem RAIQA konsumfrei nutzbar und lädt zum Verweilen ein. Die Eröffnung des RAIQA ist ein Meilenstein, aber Nachhaltigkeit ist ein fortlaufender Prozess. Wie wird sichergestellt, dass Nachhaltigkeit im täglichen Betrieb langfristig gelebt wird? Florian Flunger-Lang: Wenn man Nachhaltigkeit konsequent weiterdenkt, fängt sie mit der Inbetriebnahme erst richtig an. Dann heißt es, externe Partner:innen und Mieter:innen mitzunehmen – also all jene, die sowohl in unserem direkten als auch indirekten Einflussbereich sind – und Nachhaltigkeit auch vorzuleben. Wir wollen alle dafür begeistern!| 2 1 Das Bürogebäude der RLB Tirol wurde mit dem klimaaktiv Gold Standard deklariert. Insgesamt konnten in den Kategorien Energie und Versorgung, Baustoffe und Konstruktion, Komfort und Gesundheit sowie Standortqualität 927 von 1.000 Punkten erreicht werden.

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